Vorfreude

Wir, em Josch ist am Start…

Tuscany Trail || unsupported bicycle adventure || from Martino Vincenzi on Vimeo.

Teambesprechung

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Die ersten Termine stehen! Wir sind wieder am Start! Bis bald…

1. Schwarzenberger Radcross

Es ist der letzte Sonntag im November. Die Temperaturen liegen knapp über den Gefrierpunkt. Und Tobi und Josch werden den 1. Advent auf ihren Crossern verbringen. Wie auch schon vor einer Woche treffen sie sich mit den Jungs vom Radhaus Leipzig und fahren gemeinsam ins Erzgebirge. Genauer gesagt: Es geht zu “Perle des Erzgebirges”. Denn die Sächsische LV-Meisterschaft Querfeldein 2014 findet in dieses Jahr in Schwarzenberg statt.

Das sonntägliche Ritual beginnt: Wie jeden Sonntag versüßen ein paar Sonnenstrahlen den Jungs von Carlo Forte den Tag. Josch entscheidet sich daher standesgemäß für sein kurzes Krokodil-Outfit. Tobi hingegen zieht sich etwas wärmer an.
Nachdem sich die beiden dem Anlass entsprechend gekleidet haben, laufen sie die Strecke ab. Fazit: Enge Kurven, knackige Anstiege und Vorsicht! Bei Nässe Rutschgefahr.

Um der sonntäglichen Tradition gerecht zu werden, macht Tobi auch gleich wieder einen auf Van der Holeshot und schießt am Start direkt los und ist weg. Erste Kurve-Sprung-Gegenanstieg-Kombination und schon ist er da, der erste Slippery-when-wet-Zwischenfall. Auf Platz 2 liegend rutscht ein Fahrer weg und geht hart zu Boden. Aua und natürlich gute Besserung. Tobi sicherst sich weiter die Führung. Der Rest steckt im Stau. Zwei, drei Runden später hat sich das Durcheinander dann wieder ein wenig gelegt. Tobi ist in der ersten Gruppe und kämpft um einen Plätze auf dem Podium. Josch hat ein paar Fahrer hinter sich gelassen und rollt Platz 4 entgegen. Nun beginnt das Drama: Tobi profitiert von einem Reifendefekt und liegt plötzlich wieder auf Platz 1. Josch hat sich offensichtlich für die falsche Verteilung des Sauerstoff zwischen Oberschenkel und Kopf entscheiden. Runde vier, fünf und sechs geht Josch jeweils mindestens einmal zu Boden, steht wieder auf und erkämpft sich jedes Mal Platz 4 zurück, nur um kurz darauf wieder wegzurutschen und überholt zu werden. In der letzten Runde passiert es dann: Tobi wird überholt, liegt jetzt wieder auf Platz 2. Aber dank eines weiteren Reifendefekts direkt hinter ihm, hat er diesen sicher. Josch hingegen macht sich in der letzten Runde gleich zweimal lang, erobert aber 500 Meter vor dem Ziel Platz 4 zurück und dann…
…dann fährt er auf den Drittplatzierten auf und auffahren ist an dieser Stelle wörtlich zu nehmen. 100 Meter vor dem Ziel entscheidet sich Josch zum Linksüberholen. Leider tut dies auch der Fahrer vor ihm, allerdings schiebt er sein Rad und blockiert somit die Strecke. Von hinten sprintet Platz 5 auf Platz 3 und Josch rollt schließlich als Vierte durchs Ziel. Oiwawoi! Was für ein Durcheinander.

Der Ausflug hat sich für die Krokodile durchaus wieder einmal gelohnt. Platz 2 und Platz 4. Dazu Sonne und Matsch. Besser geht’s nicht. Das Team Carlo Forte hofft sehr, dass es in Schwarzenberg auch im kommenden Jahr wieder ein Rennen geben wird und der Bioracer Cross Challenge weitere Stationen erhält.

Fotos von Tobi

Bioracer Cross Challenge – Dornburg

Wieder ist er da…der wöchentliche Rennsonntag. Und was das Team Carlo Forte dieses Mal erwartet ist das “langweiligste Crossrennen der Saison”.

Der Start: Früh aufstehen, Regen und der Bäcker hat nur noch Weizenbrötchen im Angebot. Schlechter kann ein Morgen eigentlich nicht beginnen…

Tobi und Josch treffen sich mit den Jungs vom Radhaus Leipzig, um gemeinsam nach Dornburg zu fahren. Aus den Boxen des Autos dröhnt laute Musik. Ralph’s Tochter, die sich mit “Shotgun” rechtzeitig den Beifahrersitz gesichert hat, hat auch die Hoheit über das Musikprogramm. Die Stimmung ist also gut und der Himmel belohnt dies zusätzlich mit ein paar Sonnenstrahlen. Als die Crew in Dornburg ankommt, hat es schließlich gänzlich aufgehört zu regnen – Tschakka.

Trotz dessen sich die Regenwolken verzogen haben, mag noch immer keine Rennstimmung bei den Krokodilen aufkommen. Daher schauen sich Tobi und Josch die Strecke zunächst zu Fuss an. Tobi muss anhand seiner – nun nicht mehr so sauberen – nagelneuen Schuhe feststellen, dass der Regen den Boden ordentlich aufgewühlt hat. Was Josch veranlasst seine Meinung von “langweiligste Strecke des Jahres” zu “langweiligste Strecke mit eklig, tiefen, matschig-rutschigen Schikanen” zu ändern. Das kann ja was werden. Die Vorstellung sich durch den Matsch zu robben, lässt bei Tobi und Josch nichtsdestotrotz doch noch die Lust aufkommen sich auf die Crossräder zu schwingen. Und in diesem Moment knallt auch schon die Eliteklasse an ihnen vorbei. Schwups – da kommt der Schlamm und einer liegt. Autsch, der Arm ist hin. Zu dritt schieben sie das Rad zurück und Tobi und Josch machen sich für das Jedermannrennen fertig.

Zwischenstand: Langweilige Strecke, Eiseskälte, Matsch bis zu den Knien und ein gebrochener Arm. Wo soll das nur hinführen…

Wie es Josch erging sollen folgende Eindrücke wiedergeben:

“Umziehen. Einrollen. Startschuss. Erstmal geht’s berghoch. Ich schau nach 40 Metern mal nach vorne: Hä? Was macht Tobi denn da. Der Junge hat definitiv zu viel Svenness (http://vimeo.com/album/2200561) geschaut und macht gerade einen auf VanDerHoleshot. Tief über den Lenker hängend sprintet er erstmal auf Position 1. Oiwawoi. What’s gonna come next? Ich reihe mich erst einmal im Mittelfeld ein.

Die Strecke ist, wie gesagt, nicht mein Favorit. Nach der ersten Geraden, unterbrochen von einer Schikane, folgt die zweite Gerade, unterbrochen von zwei Schikanen, folgt die dritte Gerade unterbrochen von – Richtig! – drei Schikanen. Und dann, Mensch mag es kaum glauben, eine vierte Gerade, unterbrochen von einer kleinen links-rechts Kombi und am Ende zwei Hürden und ein bisschen Slalom um eine Baumgruppe. Heute zusätzlich mit rutschigem Matsch gespickt. Das macht das Ganze ein wenig spritziger, aber jetzt auch nicht gerade lustig. Was soll’s! Lieber ein okaye Strecke crossen, als gar keine Strecke crossen.

Die ersten beiden Runden vergehen und das Feld hat sich ein wenig geordnet. Tobi musste die ersten Fünf ziehen lassen und ist im Nirgendwo gefangen. Er sieht die Gruppe vor sich, aber ein Rankommen ist, trotz vollem Druck auf der Pedale, nicht möglich. Ich habe mich in eine Gruppe weiter hinten eingereiht. Tino von der Schatzki Bande, Paul von den Velohelden, Matthias vom BiBo, Richard von den Stein-Bikern und Patrick aus dem IBC Dimp Team. Sechs Fahrer die sich um die Top 10 Platzierung streiten. Das kann ja was werden. Für die Leser_innen sind das sicher alles Hieroglyphen. Aber nach für Jahren Bioracer Cross Challenge kennst Mensch ein paar Namen und Gesichter. Für drei Runden geht’s in dieser Konstellation über die Strecke. Paul fährt von hinten nach vorne und ich hänge mich an ihn ran. Letzte Runde. Patrick und Richard sind hinter mir. Paul und Tino haben ein paar Meter gut gemacht. Richard und ich Rad an Rad. In der letzten Abfahrt attackiere ich, aber ein überrundeter Fahrer stützt direkt vor uns – Richard kann ihn besser umkurven und er ist weg.

Ziel: Tobi Platz 7. Josch Platz 12.

War dann doch besser als gedacht. But isn’t that how it’s suppost to be!

Fotos Tobi und Team Biketech 24

GoGooo Hellcross

Vor ein paar Wochen fand in Belgien das GoGooo Hellcross Rennen statt. Josch hat, in Begleitung von Tanja, die lange Anreise auf sich genommen, um bei dieser einmaligen Veranstaltung dabei zu sein. Die Erlebnisse des Krokodils könnt ihr hier nachlesen:

Freitag Abend: Eindhoven
Pieter hat geladen und natürlich schlägt mensch eine Einladung nicht aus. So sitzen Tanja, Bender, Angus und ich gemeinsam mit Pieter und Renske am gedeckten Tisch und speisen ein leckeres Curry. Wir haben gerade achten Stunden im Auto von Leipzig nach Eindhoven hinter uns. Für Angus und Bender aus Kopenhagen waren es zehn. Nun ist es bereits weit nach Mitternacht und wir reden noch immer übers Radfahren, Reisen und Feiern. Gegen 2:00 Uhr packt uns die Vernunft und wir entscheiden uns schlafen zu gehen, denn in nur füneinhalb Stunden soll uns der Wecker schon wieder aus den Betten jagen.

Samstag: Eindhoven – Roubaix – Mouscron – Tournai
Fünf Personen, vier Räder, ein extra Laufradsatz und drei Autos. Die Gleichung geht nicht auf. Also noch mal von Anfang. Fünf Personen, vier Räder, ein extra Laufradsatz und zwei Autos. Der Plan: Ein Materialauto. Angus holt unterwegs noch ein Rad ab. Wir treffen uns in Mouscron. Laden aus und fahren weiter nach Tournai, unser eigentliches Ziel. Dort findet dieses Wochenende der GoGooo Hellcross statt. Ein Crossevent der belgischen Art. Soll heißen: Musik, Bier, Party und natürlich Cyclocross!

Aus Gründen die wir heute nicht mehr zu 100% nachvollziehen können oder wollen, treffen wir uns am Ende alle gegen 15:30 Uhr in Tournai. Dabei kam es zu einem kleinen Umweg über Roubaix, Mouscron und Lile haben wir zwischendurch auch noch fast besucht. Und auch die Kofferräume sind noch immer voll. Soviel zu unserem Plan.

Wir treffen Noa und Dirk und springen auf die Räder. Citycross: Stadtbesichtigung im Cyclocrossstyle. Tournai hat mehr zu bieten als gedacht. Der Tag geht, der Abend kommt. Also wird wieder alles eingeladen. Das Gepäck muss nach Mouscron und anschließend soll es wieder nach Tournai gehen, zum Essen und vor allem zur Party.

Sieben Personen, acht Räder, ein extra Laufradsatz, zwei Autos. Die Gleichung geht nicht auf. Muss sie aber! Supertetris Level 10! Wir vollbringen das Unmögliche und kommen schließlich bei Valerie in Mouscron an. Da wir nur kurz verweilen wollen, laden wir also aus und wieder ein. Wir haben Hunger und das Konzert geht auch bald los. Es gibt eine neue Rechnung: Sieben Personen, null Räder, null extra Laufradsätze, zwei Autos. Auch diese Gleichung geht nicht auf. Sieben Personen, ein Auto und zwei Notsitze im Kofferraum allerdings schon. We are back on the road.
Die Band hat gerade angefangen und das Pub ist komplett voll. Die Menge tobt. Cyclocross Belgiumstyle. Das geht nicht ohne anständige Party. Und so sind Pieter, Angus und ich nach nicht mal zehn Minuten im Moshpit und springen und singen – besser schreien laut mit. Es ist schon wieder nach Mitternacht und nach einem schönen Abend mit alten Bekannten, neuen Bekannten und Unbekannten entscheiden wir uns für die Rückfahrt. Morgen soll es schließlich noch ein Rennen geben.

Sonntag: GoGooo Hellcross
Eine Wiese, 150 Räder, 200 Personen, eine große Party. Die Gleichung geht auf. Wir alle haben mega Spass. Eine tolle verwinkelte Strecke mit Rampen, Wippen, Laubhaufendurchfahrt und dem obligatorischem Bierstop. Kleine Gimmicks am Start gibt’s natürlich auch wieder: Le-Mans-Start ohne Schuhe, Le-Mans-Start ohne Helme, Le-Mans-Start ohne Vorderräder. Qualifikation geschafft. Finale überstanden. Angus legte einen kleinen Zwischenstopp im Krankenhaus ein. Aber am Ende ist alles gut und hätte besser nicht laufen können.

Und warum das Ganze: En mémoire d’Hugo. Cheers!

 

 

 

Fotos von Laurent Lebecque, fuegoff und Tanja

Bioracer Cross Challenge – Granschütz

Der 3. Lauf der Bioracer Cross Challenge 2014 fand in Granschütz, bei Weißenfels, statt. In diesem Jahr musste Tobi dort leider ganz alleine für das Team Carlo Forte an den Start gehen, da Josch die Krokodile in Belgien beim GoGoHellcross vertrat und die anderen aus unterschiedlichen Gründen außer Gefecht gesetzt waren. Doch in dem durchaus großen Starter_innenfeld fand sich Tobi nichtsdestotrotz gut aufgehoben und hatte großen Fahrspaß. Die Strecke war super. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es einige Veränderungen, die das Rennen noch spannender gestalteten. So wurden in der Wald-Passage noch mehr Kurven eingebaut, was die Strecke anspruchsvoller machte. Der Untergrund war schön griffig, wodurch ein hohes Tempo zulässig war. Nur die Sand-Passage packte an den Reifen und war schwerer zu fahren als sonst. Tobi schlug sich wacker und gewann sogar das Sprint-Duell gegen Jens zum Abschluss des Rennens. Dies war ihm im vorigen Jahr nicht vergönnt. Somit war das Krokodil mit dem Verlauf des 3. Laufs mehr als zufrieden und freut sich jetzt schon auf die Wiederholung, dann jedoch mit dem gesamten Carlo Forte Team.

Fotos von Tobi