8. Gelenauer Querfeldein Preis 2011

„Immer wieder Sonntags!“ Für das Carlo Forte Team erhält dieser Satz zum Ende des Jahre stets eine ganz besondere Bedeutung. So auch am vergangenem Sonntag, als es wie bereits 2011, für Josch, Martin, Nikita und Tias nach Gelenau ging. Das verschlafene Örtchen, das südlich von Chemnitz gelegen ist und sich zu einer Motocross Hochburg etabliert hat, war Austragungsort des 6. Laufs der Bioracer-Cross-Challenge. Denn neben dem deutschen Strumpfhosenmuseum ist hier auch der RSV 54 Venusberg beherbergt.

Trotz der guten Voraussetzungen reisten die Krokodile zunächst mit gemischten Gefühlen nach Gelenau. War doch die Strecke im letzten Jahr für Radcross sehr a-typisch gesteckt. Bis auf einen gefühlt nicht enden wollenden Anstieg und einer wurzelig-glitschigen Singletrail-Abfahrt, hatte die Strecke nicht viel Querfeldeintypisches zu bieten, sondern kam eher den Mountainbiker_innen zu Gute. Nachdem es in der Vergangenheit zu einigen bösen Stürzen kam und es massive Beschwerden seitens der angereisten Teams und Vereine gab, versprachen die Veranstalter_innen dieses Jahr mit einer neuen Streckenführung aufzuwarten.

Die Spannung an diesem Wochenende war also besonders hoch. Nachdem die vier in Gelenau angekommen waren, schlüpften sie sogleich in ihre Krokodil-Outfits. Dazu verkrochen sie sich in den eigens eingerichteten Umkleideraum im Vereinsgebäude – wahrer Luxus! Während sich die Senioren, um die üblichen Verdächtigen Ronald „Zweirad“ Weser, Ralf „Grimma“ Keller, Stefan „Mr. Critical Dirt“ Moritz und Steffen „Speiche“ Dörfer noch die Lunge aus dem Leib fuhren, machten sich die Jungs von Carlo Forte schonmal mit der neuen Strecke vertraut. Und tatsächlich – der Anstieg wurde entschärft, die Abfahrt rausgenommen, dafür eine andere schnelle, aber deutlich besser fahrbare Abfahrtspassage eingebaut. Alle waren begeistert und sprachen den Veranstalter_innen ein Lob dafür aus, dass sie das Feedback der letzten Saisons ernst genommen haben.

Im Anschluss des Seniorenrennens startetet die Elite. Und nachdem auch diese durch war und Rick Ampler seinen Papa stolz gemacht hatte, war es nun endlich wieder soweit, in voller Teambesetzung verpasste Carlo Forte dem Fahrerfeld der Hobby-Klasse eine schöne grünliche Färbung.

„Noch 10 Sekunden. Auf mein Signal…Päng!“

„Der Puls innerhalb weniger Sekunden auf 190+, der Sauerstoffverbrauch oberhalb dem roten Bereich und zack, da ist es wieder: Das Sonntags-Feeling…“ Martin

Es ging gewohnt schnell los. Nur diesmal bergauf. Nikita und Martin fanden sich  innerhalb kürzester Zeit in der Verfolgergruppe, die weniger versuchte die Spitze zu jagen, sondern die Plätze 3-6 unter sich auszumachen. Josch, erneut einziger Singlespeeder im Feld, folgte dahinter und Tias rollte sicher das Feld von hinten auf.
Wenige Runden vor Schluss schienen die Platzierungen bereits vergeben zu sein. Nikita, dem die Strecke sehr lag, konnte sich von Martin absetzen und fuhr Platz 3 hinterher. Martin, stets am Limit fahrend, schien sich seiner selbst zu sicher und bekam in der letzten Runde noch Gesellschaft vom ehemals führenden Jan Lauer, der wegen einer Reifenpanne sein Laufrad wechseln musste. Am Ende schaffte Jan in einem packenden Sprint doch noch den Sprung auf Platz 5.

„Ganz klare Sache, das waren eindeutig 2cm.“ Rennleitung

Am Ende zählt nur eins: Die Krokodile war zufrieden und hatten vor allem eine Menge Spaß. Nikita schrammte nur knapp am Podium vorbei und raste als bestes Teammitglied auf Rang 4. Martin landete „ganz eindeutig“ auf Rang 6. Josch lehrte allen Schaltern das Fürchten und sicherte sich den 11. Rang. Und auch Tias sammelte auf Rang 18 seine ersten Punkte für die Gesamtwertung. Spitze Jungs!

Alles in allem war es für das Team die richtige Entscheidung die Reise nach Gelenau anzutreten. Nicht nur, weil die Jungs am Ende sehr gute Platzierungen erzielen konnten, sondern weil das Flair der Veranstaltung ein ganz eigenes war. Schließlich kann es nichts Besseres geben, als eine schöne fordernde Strecke, ein packendes Rennen, ein beheizter Umkleideraum, Glühweincharme bei der Anmeldung, ein Rasentrimmer für den Sieger sowie eine Torte für den Zweitplatzierten. Und nicht zu vergessen, die weißen Tennissocken mit dem gestickten „Gelenau“ Wappen und der Siegermedaille! Wunderbar!

Und als würde all dies nicht schon genug sein, erhielten die Jungs außerdem ein liebevolles Kompliment von einer kleinen aufmerksamen Zuschauerin, die Josch, Martin, Nikita und Tias immer wieder mit den Worten „Daaaaa, noch ein Krokodil!“ anfeuerte.

Bis zum Jahresende werden die Krokodile noch einmal in Jena, Borna und Chemnitz ihr Bestes geben. Und den 2. Lauf des Dresden CylcleCrossCup gilt es im Dezember zu absolvieren. In den kommenden Wochen wird es also weitere spannende Geschichten des Carlo Forte Teams geben.

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