Mad East Challenge 2012

„Die Mad East Challenge – das wohl verrückteste Radrennen der Welt“ schallte es immer und immer wieder über das Mikrophone des Moderators. Ganz so verrückt war es dann doch nicht! Nichtsdestotrotz ist die Mad East Challenge mit seinen zwei Marathontagen und insgesamt 166 Kilometern und 4560 Höhenmetern sowie einem zusätzlichen Bergzeitfahren ein echtes Highlight. Und dies wollten sich die Krokodile natürlich nicht entgehen lassen und gingen in gesammelter Mannschaft an den Start. Besonders Martin, der im vergangenem Jahr wegen Knieproblemen das Rennen nach nur einem Tag abbrechen musste, hatte noch eine Rechnung zu begleichen und war gespannt auf zwei harte Renntage mit einer Menge Höhenmetern, die es sauber über die Bühne zu bringen galt.

Das Schöne an Events, wie der Mad East Challenge, die mit einer konsequenten Organisation einhergehen, ist, dass die Leute Jahr für Jahr wiederkehren. So ist die Mad East Challenge für viele Fahrer_innen ein fester Termin im zur Sommerzeit so oft überfüllten Kalender. Das spricht für Qualität und Rennspaß pur. Und dies sollte sich auch in diesem Jahr wieder einmal bestätigen.

Team Carlo Forte – Foto von Mad East Challenge

Bei besten Wetterbedingungen – 25°C und Sonnenschein – starteten die fünf Krokodile also ins Rennen und verteilten sich nach eigenem Gusto im knapp 400 Personen starken Fahrer_innenfeld. Wie gewohnt ging es von Beginn an direkt zur Sache. Innerhalb kürzester Zeit fand sich Martin in einer größeren, zügig dahin kurbelnden Gruppe wieder. Hatte er sich zunächst vorgenommen es am Samstag etwas ruhiger angehen zu lassen und sich nicht gleich kaputt zu fahren, holte ihn doch schnell der Übermut ein und er ertappte sich dabei mehr zu investieren als ursprünglich geplant. Aber so ist das eben mit den wilden Krokodilen.

Es dauerte nicht lange, da hatte sich Martin an Nikita herangefahren und konnte ihn auf einem Flachstück einholen. Nikita entschied sich die Mad East Challenge mit einem starren Eingangrad zu bekämpfen. Was in Hinblick auf das dem Carlo Team noch bevorstehende Saisonhighlight, der Respekt einflößenden Salzkammergut – Trophy, eine strategisch gute Wahl war.

Nikita – Foto von Robert Gebler

Die Kilometer verronnen, die Beine der Krokodile wurden müder. Das Fahrer_innenfeld zog sich in versprengten Grüppchen durchs Erzgebirge. Die „grüne Hölle“ auf der Tschechischen Seite kam näher und näher. Der Anstieg zum Mückentürmchen und dessen Umrundung war anstrengend. Doch der finale, nicht enden wollende Schotteranstieg in Richtung Deutsche Grenze stand ihnen noch bevor.
Plötzlich hörte Martin eine bekannte Stimme hinter sich: „Was machst du denn schon hier?“ Worauf er aus dem Hintergrund konterte: „Ach du, ich fahre ein bisschen Fahrrad!“. Es war Herr Kimpel, der ihn auf seinem federleichten Singular Pegasus Singelspeed in einem astreinen Überholmanöver versägte.

Kimple – Foto von Robert Gebler

Der Schotteranstieg versprach die befürchteten Qualen. Am Ende jedoch schafften es alle Krokodile erfolgreich ins Ziel. Martin belegte mit 4 Stunden und 43 Minuten Platz 21 bei den Herren. Und auch die anderen waren mit ihren Platzierungen zufrieden.

Im Vergleich zum Samstag sollte der Sonntag noch um einiges schmerzhafter werden. Zumal der Großteil des Carlo Forte Teams noch nie zwei Marathons am Stück gefahren ist. Zusätzlich stand die Stahlwertung der Dresdner Radmanufaktur veloheld auf dem Programm. So war es u.a. Martins geheimer Wunsch und ständiger Begleiter im Kopf, am zweiten Tag vielleicht doch noch einen Gewinn einzufahren. Wartete doch auf den_die Gewinner_in ein nagelneuer veloheld.iron Rahmen. Ein wahres Schmuckstück.
Es stellte sich heraus, dass Sonntag am Ende leider nicht Martins Tag war. Kimpel hatte ihn diesmal bereits nach 24 Kilometern mit einem „Jetzt bin ich warm gefahren!“ eingeholt. Da war kein rankommen mehr. Martin musste dem Vortag und dem anspruchsvollen welligen Gelände seinen Tribut zollen. Seine Beine waren die letzt eineinhalb Rennstunden einfach leer.
Doch das tat dem Spaß am Rennen keinen Abbruch. Am Ende war einfach alles super. Die Strecke, die Teilnehmer_innen und die Orga. Vor allem die herzliche Begrüßung an den Verpflegungsstationen, u.a. durch Robert Gebler, der wieder einmal offizieller Fotograf der Mad East war, hoben immer wieder die Stimmung. Ausgehungert und total fertig waren die Fahrer_innen aber auch ein dankbares Motiv.


Martin – Foto von Robert Gebler

Die tolle Region, die perfekte Organisation, die freundlichen Streckenhelfer_innen der nicht enden wollende Kampf gegen den inneren Schweinehund und die müden Beine haben das Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Sprüche wie „Mad East ist immer Singlespeed!“ (Robert) und „Das war der schönste Tag auf dem Rad seit langem!“ (Tias) setzen dem Ganzen noch die Krone auf. All dies löst schließlich das herrliche Gefühl der Ermüdung und inneren Zufriedenheit aus, welches den Krokodilen am Ende des Tages, auf dem Sofa liegend, überkommt und all die Mühen und Schmerzen verzeihen lassen.

Das Carlo Forte Team bedankt sich bei allen Mitstreiter_innen und Organisator_innen. Und kündigt schon jetzt an im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Ein besonderer Dank geht außerdem an die velohelden, die jedem_r Teilnehmer_in der Stahlwertung einen Stoffbeutel mit Goodies schenkten. Sehr schöne Idee, so macht Wettkampf Spaß!

Ergebnisse Samstag:
Martin Platz 21.  in 4h 42min (Herren)
Nikita Platz 63. in 5h (Master I)
Tias Platz 99. in 6h 25min (Master I)
Tobi Platz 26. in 4h 30min (Master I)

Ergebnisse Sonntag:
Josch Platz Platz 45 in 4h 33min (Herren)
Martin Platz 26.  in 3h 44min (Herren)
Nikita Platz 91. in 4h 6min (Master I)
Tias Platz 111. in 4h 30min (Master I)
Tobi Platz 44. in 3h 39min (Master I)


Tobi – Foto von Robert Gebler


Robert – Foto von  Mad East Challenge

Dieser Beitrag wurde unter mtb veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s