Finale Deutschlandcup Cyclocross Borna

‚Jedermann‘ ist das neue Hobby…

Wie es sich gehört ist auch das Team Carlo Forte stets am Puls der Zeit. Was ‚Jedermann‘ kann, können die Krokodile schon lange. Daher waren auch sie mit dabei, beim diesjährigen Finale Deutschlandcup Cyclocross in Borna. Am ersten Tag des zweittägigen Rennens reihten sich Josch, Nikita und Tobi an der Startlinie ein. Zu den Abschlussrennen vom Deutschlandcup Cyclocross Rund um die Witznitzer Kippe hatte der RSV Radsport Borna e.V. geladen.

Am Samstag durften die ‚Hobby Pilot_innen‘ als erste auf die Strecke. Pünktlich um 10:00 Uhr ging’s für die noch etwas verschlafenen Fahrer_innen los. Mit dem Startschuss des UCI Kommissars hieß es: Von Null auf Hundert! Die Strecke war noch frisch. Die neu angelegten Wege durch den Wald waren zwar gut gewählt, aber an einen runden Tritt war nicht zu denken. Doch das bremste die Jungs von Carlo Forte keines Wegs aus. Alle drei hatten einen super Lauf. Nikita fuhr einen verdienten 3. Platz ein. Knapp dahinter landete Tobi auf dem 4. Platz. Josch, der am letzten Anstieg noch einmal angreifen wollte, sprang dabei unglücklicher Weise die Kette vom Rad. Durch diesen Defekt verlor er einige Plätze und wurde als 9. ins Ziel geschoben.
Glücklich und zufrieden mit dem Ausgang des Tages und in Vorfreude auf das, was am Sonntag noch kommen sollte, schaute sich das Team anschließend noch die Rennen der Elite Frauen und Männer an. Über die Manöver der ‚Profis‘ waren alle sehr begeistert.

Samstag

Fotos von Tobi

Am Sonntag musste Nikita dann leider pausieren und somit fuhren Tobi und Josch allein ein weiteres Mal nach Borna. Den zweiten Renntags hat Josch wie folgt erlebt:

„Oiwawoi. Fünf Wochen. Seit fünf Wochen habe ich nicht auf dem Rad gesessen. Drei Wochen lang quälte ich mich mit einer hartnäckigen Bronchitis rum. Und jetzt das. Nach dem es mir gestern mehr als dreckig ging, bin ich mir nicht sicher, ob ich hier gerade das Richtige tue. Vor 20 Minuten hat ein Nieselregen eingesetzt und nun stehe ich in der ersten Startreihe. Neben mir Tobi. Ich blicke nach hinten. Scheiße! Die haben eine Lizenz. Die sind schnell. Einfach nur Mitrollen, habe ich eben noch zu Tobi und Karsten von veloheld, der heute ebenfalls am Start ist, gesagt.
Ja, ‚Jedermann‘ sollte eigentlich ‚Jedermensch‘ heissen! Denn es sind schließlich alle am Start…Lizenz, Hobby, Frau, Mann, jung, alt. Und alles dazwischen darf auch noch mitmachen. Im Starter_innenfeld befinden sich vier Frauen. Unteranderem Lisa, die seit ein paar Jahren bei der Frauen Elite gut mitmischt. Ebenso zwei Bike-Mechaniker aus Tschechien, die eben noch ihren Teamfahrer in der Wechselzone supportet haben, fahren mit. Ein schöner Mischmasch aus allem, was die Radsportszene zu bieten hat.
Das zweite Mal an diesem Wochenende stehen wir neben der Glückauf-Halle in Borna. Gestern durften wir noch als erste auf den frischen Kurs des zweitätigen Finale Deutschlandcup Cyclocross. Heute heisst es 40 Minuten auf dem ausgefahrenen Kurs als Allerletzte das Beste draus machen. 40 Minuten. Nieselregen. Kälte. Eine Startreihe. Ich-Rolle-Nur-Mit! Startschuss!
200 Meter später geht’s auf die Wiese. Tobi befindet sich an der Spitze. Ich reihe mich irgendwo in den Top 10 ein. Wie bitte? Gegenanstieg. Steile, schnelle Abfahrt. Alles wackelt. 100 Meter Asphalt. Und ab dafür. Lange, steile Laufpassage. Meine Oberschenkel brennen unerwartet weniger als gestern. Ich schaue mich um. KaMü ist direkt hinter mir und macht Druck. Was soll’s, ich probier’s mal, denke ich mir.
Borna hat fiese Huckel. Ich kette die ganze Session schon 40-17. Ich hatte keine Lust umzubauen. So ist mein Gang auch diesmal wieder ein bisschen zu dick, aber egal. Die Huckel machen zu schaffen. Am zweiten bleibe ich hängen. Mist, eine Lücke vor mir. Ich brauche bis zum Ende der ersten Runde, um sie zu schließen.
Wieder diese scheiß lange und steile Laufstrecke. Hinter mir ist ein Loch. KaMü und sein Begleiter sind weg. Vor mir zwei Fahrer. Ich erkenne Martin aus Tschechien. Wir hatten kurz vor dem Start noch miteinander gequatscht. Ich fahre ran. Er fährt schneller. Wir beide ziehen davon. Überholen einen Fahrer vor uns. Auf den Geraden macht er Druck. Ich bleib dran so gut es geht. Im Matsch mache ich wiederum Meter gut. Ein schöner Zweikampf. Start/Zeil. Er ist zwei Meter vor mir. Abfahrt. Ich bin dran. Gegenanstieg. Oberschenkel brennen. Ich verliere fast einen Schuh, so steil ist es. Aber ich gebe nicht locker. Gerade, Martin macht schon wieder Meter gut. Abfahrt in die durchweichte Wiese. Und wieder bin ich dran. An der letzten Abfahrt steht die Radhaus-Crew und feuert mich an. Ich versuch es nochmal. Rad an Rad fliegen wir über die Wiese, rauf auf die Stadionbahn. Sprinten ohne Schaltung – wie dumm denk ich mir. Ich verstecke mich auf der Außenbahn. Martin schaut nach innen. Ich versuche es. 90 Meter sind es noch. Mein Vorderrad ist auf Höhe seines Hinterrads. Schiebt sich nach vorn zum Sattel. Lenker. Wir sind Seite an Seite. Er schaltet. Klick. Klick. Ich 30 Meter noch. Ich bin vorne. 20 Meter. Gleiche Höhe. 10 Meter. Martin ist vorne. Ziel.
Tobi wartet schon auf mich. Jaja, nur mal Mitrollen, sagt er. Er ist direkt vor uns beiden ins Ziel gekommen. Naja, aus nur mal Mitrollen wurde mal wieder eine sportliche Herausforderung. Aber hat auch wirklich Spass gemacht und die Strecke war ausgefahren auch wirklich doppelt so schön, wie noch am Vortag. Martin und ich: High five! Alles gut!

Sonntag

Fotos von Tobi  und kreuzbube

Die Organisation der Veranstaltung war wirklich großartig und die Strecke war Top! Dieses Rennen kann wirklich als Feuertaufe für die Deutschen Meisterschaften 2015 gesehen werden und ganz klar als bestanden gelten.

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